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Landauer: Solidarität und Nächstenliebe sind ansteckend. - 09.12.13

Credit: Michael Appelt

"Gedanken für den Tag" von Michael Landauer: pdf Download

Armut

Ich bin überzeugt: "Menschenwürde für alle" muss auch in Zukunft mehr sein als ein bloßes Schlagwort; kein Mensch darf auf der Strecke bleiben, auch wenn der Weg steiler wird. Und es ist unsere Aufgabe zu warnen, wenn ein Sparpaket auf dem Rücken der Schwächsten droht.
Der künftigen Bundesregierung möchte ich daher ins Stammbuch schreiben: Die Krise hat gezeigt, dass wir uns einen funktionierenden Sozialstaat leisten können. Was wir uns nicht leisten können, ist ohne ihn zu sein.

EU
Ich wünsche mir ein solidarisches Europa. Ein Europa, das den Menschen dient. Es wird vermutlich immer Menschen geben, die in Parks oder U-Bahnschächten leben. Unser Ziel aber muss lauten, dass niemand so leben muss. Naiv? Ich glaube nein. Ich glaube viel mehr, dass ein solches Europa möglich ist. Wir müssen es nur wollen.LampedusaPapst Franziskus warnt angesichts dieses unvorstellbaren Leids vor einer "globalisierten Form der Gleichgültigkeit". Wer weint um diese Menschen? Wo bleibt die Empörung über diese humanitäre Bankrotterklärung?

Lampedusa
Es geht nicht darum, allen in Europa Tür und Tor zu öffnen. Es geht um ein Mehr an Menschlichkeit. In einer Welt, die als globales Dorf beschrieben wird, kann man Nächstenliebe nicht delegieren. In einem solchen Dorf grenzt Lampedusa auch an Österreich.

Phillippinen
Wenn es in diesen Tagen so etwas wie eine gute Nachricht gibt, dann lautet sie: Die Hilfe zeigt Wirkung. Immer mehr Opfer des Wirbelsturms erhalten Notunterkünfte, Lebensmittel und Fischerboote. Sie gelangen damit zu der lebenswichtigen Gewissheit, dass sie von der Welt in diesen Tagen nicht im Stich gelassen werden.
Caritas ist kein Monopol der Caritas. Not sehen und danach handeln ist Appell an uns alle. Wir sind immer dann gerufen, wenn Menschen in Not geraten - egal, ob in Wien oder Zell am See. Egal, ob auf den Philippinen oder im Südsudan.

Nikolaus
Der heilige Nikolaus von Myra - man kann es wohl so sagen - ist heute einer der wenigen Popstars im Kreis der Heiligen. Ein Popstar, der auch am heutigen Tag wieder in zahlreichen Ländern und über die Grenzen der Ost- und Westkirche hinweg von Kindern gefeiert wird. Hier wurde einer zur Ikone, der das Korn für die Armen vermehrte und der Kinder, denen es am Nötigsten fehlte, reich beschenkte.

200 Jahre Kolping
Am Sonntag wäre der deutsche Priester Adolph Kolping 200 Jahre alt geworden. Das Kolpingwerk ist heute in mehr als 60 Ländern dieser Welt tätig.
Die Geschichte dieses Werks erzählt somit auch vom Engagement eines Einzelnen und davon, wie aus einer anfänglichen Idee eine soziale Bewegung wird. Eine Bewegung, die bis zum heutigen Tag für hunderttausende Menschen sinnstiftend geblieben ist. 

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