Säuglingsheim Den Kanu

Väter, die Kinder nicht aussetzen wollen

Ein Projekt der Caritas Innsbruck

Die Kinder des Säuglingsheimes Den Kanu beim Essen.
Die Kinder des Säuglingsheimes Den Kanu beim Essen. © Caritas Tirol

Immer noch sterben viele afrikanische Frauen bei der Geburt. Zurück bleiben die Väter und dem Tode geweihte Neugeborene. Im Säuglingsheim Den Kanu - was übersetzt "aus Liebe zum Kind" heißt - werden die kleinen Menschen liebevoll umhegt, ernährt und großgezogen. Das Ziel ist sie, wenn möglich, wieder in ihre Familien zu reintegrieren.

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Auch Charlottes Mutter starb so wie viele Frauen in Burkina Faso kurz nach der Geburt. Ihr Vater war verzweifelt und überfordert und brachte Charlotte zur Schwesterngemeinschaft in Bobo-Dioulasse im Norden des Landes. Charlottes Vater ist kein Einzelfall. Im Säuglingsheim Den Kanu der Schwesterngemeinschaft der Verkündigung Mariens werden 50 Voll- oder Halbwaisen bzw. Kinder aus schwierigen Verhältnissen so lange betreut, bis sie wieder in ihre Familien zurückkehren können.

Im Alter von etwa zwei Jahren ist es dann für die meisten Kinder soweit, dass sie gesund und gut ernährt wieder in ihre Familien zurückkommen können. Die Aussicht, dass das Baby in den ersten kritischen Monaten gut versorgt wird, bedeutet für viele Väter, die ihre Frau verloren haben, eine große Erleichterung.

Bezugspersonen aus den Familien besuchen die Säuglinge im Durchschnitt alle zwei Wochen. Die Schwestern nützen diese Gelegenheit auch, um Hinweise für die optimale Kinderpflege oder die richtige Ernährung zu geben. 
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