Serbien/Vorschulklassen für Romakinder

Eine Chance für die Kleinsten

Ein Projekt der Caritas Wien

Die Kinder werden auf die Schule vorbereitet. Die Kinder werden auf die Schule vorbereitet. © Caritas

Ausgegrenzt, arm und ungebildet: Viele Roma-Kinder in Südserbien brechen die Schule ab, weil sie kein serbisch können. Um die Spirale der Armut zu durchbrechen, betreibt die Caritas Vorschulklassen für die Kinder, in denen sie die Unterrichtssprache lernen. 

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In Aleksinac in Südserbien leben rund 5000 Roma-Familien. Sie wohnen in den ärmlichsten Behausungen des Ortes und sind mehr als Andere von der wirtschaftlichen Misere des Landes betroffen. Am meisten leiden die Kinder unter Armut und Ausgrenzung. Mangelnde Serbisch-Kenntnisse erschweren ihnen die Integration ins staatliche Schulsystem. Viele können dem Unterricht nicht folgen und brechen die Schule ab.

Um die Spirale von Armut und Bildungsdefiziten zu unterbrechen, wurde das Projekt "Vorschulklassen für Romakinder" von der Caritas Belgrad ins Leben gerufen. 30 Kinder werden täglich an zwei Orten unterrichtet: In Aleksinac und im benachbarten Zitkovac, wo viele verarmte Roma-Familien leben. Die Gruppen werden von Romanes-sprachigen Lehrern in Serbisch unterrichtet. Die meisten der Kinder sind im Vorschulalter, doch es kommen auch Kinder, die bereits in die Schule gehen. Sie verstehen oft nicht, was im Unterricht gesagt wird - umso wichtiger also, dass auch sie beim Erlernen der Unterrichtssprache unterstützt werden. In den beiden Gruppen werden die Kinder fit für die Schule gemacht.

Um zu verhindern, dass sich die chronische Armut von Generation zu Generation überträgt, ist es wichtig, auch die Eltern von der Notwendigkeit der Bildung ihrer Kinder zu überzeugen. Sehr oft können die Menschen es sich einfach nicht leisten, ihre Kinder in die Schule zu schicken, weil das mit Kosten - etwa für Schulsachen - verbunden ist. Deshalb bekommen die Kinder während des Unterrichts eine Jause, und sowohl die Kinder als auch ihre Eltern haben im Caritas-Zentrum Gelegenheit zum Duschen und Wäschewaschen. Schulsachen wie Hefte und Stifte werden zur Verfügung gestellt. So können alle Kinder mitmachen - und bekommen die Chance auf eine bessere Zukunft durch Bildung.

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