Eine Frau mit ihren zwei Töchtern.

Europas vergessene Kinder

Kinder in Not brauchen unsere Hilfe

Edith Pinter und Alexander Burka bei der Pressekonferenz für Kinder in Not

Caritas Direktorin Edith Pinter und Osteuropakulturwissenschafter Dr. Alexander Burka von der FH Burgenland

In Europa sind 26 Millionen Kinder – drei Mal die Anzahl aller ÖsterreicherInnen – von Armut betroffen. Es sind Kinder in Krisengebieten, in Heimen, Kinder auf der Flucht, Kinder mit Behinderung, Kinder, die einfach zurückgelassen wurden. Kinder in den ärmsten Regionen Europas, in Rumänien, in der Ukraine. Kinder vor unserer Tür. Es sind unsichtbare Kinder, auf die die Caritas mit ihrer Feberkampagne aufmerksam machen und um Spenden für ihre Hilfsprojekte bitten will.   

Alle Kinder haben Träume. Die einen träumen von einem neuen Fahrrad oder vom Gewinn einer Medaille beim nächsten Wettkampf, um die Eltern stolz zu machen. Die anderen Kinder träumen davon, dass endlich wieder Frieden herrscht und sie wieder in ihr altes Haus, zu ihren Freunden und Nachbarn zurückkehren können. Sie träumen davon, dass sie wieder draußen ohne Angst vor den Schüssen und den Minen spielen können. Oder davon, endlich gesund zu werden, um dann als Ärztin selber anderen Kindern helfen zu können. Und überall – ob in Rumänien, in Syrien oder in der Ukraine – träumen Kinder davon, in die Schule zu gehen, schreiben und lesen zu lernen und Freunde zu finden.

264 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule

In Österreich ist es selbstverständlich, dass Kinder in die Schule gehen und lesen, schreiben und rechnen lernen. Doch haben längst nicht alle diese Möglichkeit: 264 Millionen gehen nicht zur Schule. Weil ihre Familien zu arm sind, weil die Schulen zu weit entfernt sind, weil sie flüchten mussten, weil sie arbeiten müssen, damit ihre Familie überleben kann. Sie werden – im besten Fall - in Fabriken, auf den Feldern, als Hausangestellte oder als MüllsammlerInnen ausgenutzt. Gleichzeitig sind Mädchen, behinderte Kinder oder solche in armen, ländlichen Regionen besonders oft vom Schulbesuch ausgeschlossen. 

Jedes Kind muss in Sicherheit lernen dürfen

„Das Ziel der Caritas ist klar: Kinder müssen lernen dürfen – egal, wo und unter welchen Umständen sie leben“, erklärt Caritas Direktorin Edith Pinter. „Wenn Kinder ohne Bildung aufwachsen, hat das dramatische Auswirkungen auf ihre Zukunft, denn nur wer über Bildung verfügt, hat eine Chance auf eine Zukunft! Es ist der entscheidende Schritt aus der Armut und ist für die gesamte Gesellschaft wichtig. Durch Bildung gelingt es ganzen Familien, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen!“

Zwischen Kälte und Kämpfen

In Rumänien sind rund 4,6 Millionen Menschen von Armut betroffen. Zwar hat sich in den letzten Jahren die Situation in den Städten gebessert und die Arbeitslosigkeit ist zurückgegangen, aber auf dem Land ist die Lebenssituation noch immer sehr trist. Der Mindestlohn liegt bei 400 Euro, die Preise für Lebensmittel und Energie haben aber österreichisches Niveau. Jedes dritte Kind in Rumänien lebt unter ärmlichsten Bedingungen, wie man sie bei uns nicht kennt.
„Natürlich werden wir unsere Kinderprojekte in Rumänien weiter fortführen, für die Kinder da sein und alles daran setzen, um ihnen das Rüstzeug für ein erfülltes, eigenständiges Leben zu geben. Das Schicksal der vergessenen Kinder in der Ukraine hat uns aber gezeigt, wie wichtig es wäre, auch in dieser Krisenregion dringend notwendige Hilfe zu leisten!“, erklärt Edith Pinter. Kinder, die in der sogenannten Pufferzone leben, leiden schwer unter dem Krieg. Hier wächst eine Generation heran, die nichts anderes kennt als den Krieg.

Die Menschen, die geblieben sind, haben nichts mehr. Zahlreiche Häuser wurden zerstört oder schwer beschädigt, es gibt keinen Strom, kein Gas, kein fließendes Wasser.

Die meisten Schulen und Kindergärten wurden geschlossen. In geöffneten Schulen wurde der Unterricht oft auf zwei Stunden am Tag reduziert, manchmal bei nur drei Tagen Unterricht in der Woche. Eltern haben Angst, die Kinder in die Schule zu schicken. Bei heftigem Beschuss fahren die Schulbusse nicht.

Wie hilft die Caritas in der Ukraine?

 

  • Lernhilfe, Verpflegung und psychosoziale Betreuung in 15 Kinderzentren
  • 750 Häuser werden winterfest gemacht, 800 Haushalte mit Kohle und Brennholz versorgt
  • Nothilfe für insgesamt 80.000 Menschen

Wie hilft die Caritas Burgenland in Rumänien?

  • Caritas Sozialstation in Wetschehaus
  • Betreuung von Sozialwaisen in Temesvar
  • Mobile medizinische Betreuung von rund 90 Kindern mit Behinderung / Blaj
  • Ilya spricht nicht mehr. Er war drei, als der Krieg in der Ukraine begann. Jetzt besucht er das Caritas Kinderzentrum.

    Ilya spricht nicht mehr. Er war drei, als der Krieg in der Ukraine begann. Jetzt besucht er das Caritas Kinderzentrum.

  • Aufwachsen in der Pufferzone zwischen Schüssen und Kämpfen: Mutter Daryna versucht eine möglichst unbeschwerte Kindheit für ihre kleine Alina zu schaffen.

    Aufwachsen in der Pufferzone zwischen Schüssen und Kämpfen: Mutter Daryna versucht eine möglichst unbeschwerte Kindheit für ihre kleine Alina zu schaffen.

  • Daniel ist vier Jahre alt und wird vom mobilen ReHa-Team der Caritas Blaj/Rumänien betreut. Er hat Schwierigkeiten beim Sprechen und braucht Physiotherapien.

    Daniel ist vier Jahre alt und wird vom mobilen ReHa-Team der Caritas Blaj/Rumänien betreut. Er hat Schwierigkeiten beim Sprechen und braucht Physiotherapien.

  • Keine Dusche, kein WC. Unter solchen Verhältnissen leben Daniel, Miklos, Vlad oder Flavius - die Kinder, die vom mobilen Caritas ReHa-Team aus Blaj betreut werden - in Rumänien.

    Keine Dusche, kein WC. Unter solchen Verhältnissen leben Daniel, Miklos, Vlad oder Flavius - die Kinder, die vom mobilen Caritas ReHa-Team aus Blaj betreut werden - in Rumänien.

  • Portrait von Daniel, eines von rund 90 betreuten Kindern des ReHa-Teams in Blaj / Rumänien.

Was Ihre Spende bewirkt

Mit EUR 10 ermöglichen Sie einem schwerst behinderten Kind in Rumänien eine Behandlungseinheit des mobilen ReHa-Teams der Caritas.

Mit EUR 15 können Sie einem Waisenkind aus Wetschehaus einen Monat lang mit einer gesunden Jause in die Schule schicken.

Mit EUR 30 schenken Sie einem syrischen Flüchtlingskind ein Nothilfepaket.

Mit EUR 35 ermöglichen Sie einem Kind einen Monat lang ein Kinderzentrum zu besuchen

 

Weitere Spendenmöglichkeiten:

Erlagscheine finden Sie in allen Erste Banken & Raiffeisenbanken
Spendenkonto: IBAN AT34 3300 0000 0100 0652
Kennwort: „Kinder in Not“

 

 

Jetzt helfen!