Hochwasser Pakistan: Leben zwischen Hoffen und Bangen

19.08.10 / 08:53

Caritas-Helfer Thomas Preindl berichtet über eine Verteilung im 100-Familien-Dorf Saramina, wo Muslime, Christen und Hindus nun Zelt an Zelt nebeneinander leben.

Vor einigen Wochen war es noch ein ganz normales Dorf. Vielleicht mit der Besonderheit, dass in Saramina, zwei Autostunden nordwestlich von Pakistans Hauptstadt Islamabad gelegen, Muslime, Christen und Hindus friedlich nebeneinander lebten. Damals hatten sie noch ihre Lehmhäuser. Seit der großen Flut leben die rund 100 Familien Zelt an Zelt - in einem Camp der Caritas und einer lokalen Partnerorganisation."Die Menschen haben sich extrem gefreut über die Hilfe und sind dankbar für die Zelte, aber die Angst vor der Zukunft sitzt allen im Nacken. Schließlich wissen sie, wie extrem kalt ihre Winter sind", berichtet der österreichische Caritas-Mitarbeiter Thomas Preindl. Gestern, Mittwoch, hat der erfahrene Katastrophenhelfer in Saramina Hygieneartikel verteilt. Dort hatten die Menschen Glück im Unglück: Viele ihrer Felder sind noch intakt, Mais und Gemüse sind bald erntereif - ein Hoffnungsschimmer angesichts der enormen Zerstörung. Trinkwasser kommt aus dem Tank der Caritas.Essen und sauberes Wasser sind jetzt für viele Menschen in Pakistan schon Luxus: Sechs Millionen Menschen sind durch die Hochwasserkatastrophe völlig auf humanitäre Hilfe angewiesen. "Der Bedarf ist so enorm, wir tun, was wir können, aber es ist einfach noch viel mehr Hilfe nötig", hofft Preindl auf weitere Spenden aus Österreich. Heute bricht der Tiroler in den Shangla Distict im Norden auf, um das internationale Caritas-Team in Besham in Logistikfragen zu unterstützen.  Was genau das heißt? "Die große Fragen sind: Was bekommen wir wo wie her und wer braucht es am dringensten?", so Preindl.     

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