Buchtipp: Franz Küberl "Mein armes Österreich"

04.10.10 / 12:42

"Wir verdrängen, dass es in Österreich Arme und Benachteiligte gibt. Das gehört geändert. Wir können viel tun, wenn jeder etwas tut", ist Franz Küberl überzeugt. Aus diesem Grund hat sich der Caritas-Präsident auch an die Ränder und Bruchlinien der Gesellschaft begeben. Herausgekommen bei dieser Reise ist ein Buch mit dem Titel "Mein armes Österreich. Und wie es reicher sein könnte." Warum das Thema Armut uns alle betrifft erfährt man darin ebenso, wie warum es ein Recht auf Gebrechlichkeit geben und Hilfe global gedacht werden muss.

Wege in eine bessere Zukunft
Küberl selbst möchte mit diesem Buch einen Anstoß dazu geben, zum Nachlesen, Nachgehen und Mitbauen an einer besseren, weniger auseinanderdriftenden Gesellschaft: "Bei der Caritas kann man viele Erfahrungen sammeln von Menschen, die vor den Scherben ihres Lebens stehen oder im Stacheldrahtverhau mitmenschlicher Unfähigkeit hängen bleiben. Diese Erfahrungen möchte ich weitergeben. Es geht mir aber auch darum, Wege aus der Not aufzuzeigen, die der Staat, die Gesellschaft, wir alle beschreiten können", so Küberl bei der Buchpräsentation in der Caritas-Obdachloseneinrichtung "Gruft" in Wien.

Die österreichische Falter-Journalistin und Buchautorin Barbara Toth hat das Buch aufgezeichnet: "Es spiegelt wieder, was wir selber gemacht haben: Gemeinsam haben wir in jedem Bundesland eine Caritas-Einrichtung besucht, die symbolisch für ein Armutsthema ist. Integration etwa. Oder die Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Meine Aufgabe war es dann, aus diesen Besuchen, vielen Gesprächen mit Küberl, dem Expertenwissen der Caritas sowie meinen eigenen Recherchen die Buchkapitel entstehen zu lassen."

Mein armes Österreich. Und wie es reicher sein könnte, von Franz Küberl (aufgezeichnet von Barbara Toth), Verlag Überreuter;
Preis: 21,95 Euro, ISBN: 978-3-8000-7486-0

Nähere Informationen zum Buch finden Sie hier.