Caritas & Du bauen ein Mutter+Kind+Haus

19.12.13 / 12:58

Immer mehr BurgenländerInnen stehen vor der Tür der Caritas, weil sie Hilfe brauchen. Der Kühlschrank ist leer, die Stromrechnung nicht bezahlt.

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Für junge Mütter mit schlechter Ausbildung und ohne familiären Rückhalt ist die Gefahr besonders groß in die Armutsfalle zu tappen. Keine Chance eine Ausbildung abzuschließen, keine Chance auf einen Job, das heißt auch keine Chance auf einen Neuanfang für sich und ihr Kind.

Lisa hat mit ihren 20 Jahren schon so manches erlebt. Der Vater verlässt die Familie, die Mutter ist mit ihren drei kleinen Kindern heillos überfordert und flüchtet in den Alkohol. Sie kümmert sich kaum um ihre Kinder. Kaum 17 Jahre alt, flüchtet Lisa in eine Beziehung und wird auch prompt schwanger. Marie, ihre kleine Tochter ist jetzt 18 Monate alt. Ihr Wunsch nach einer eigenen kleinen Familie wird zum Albtraum: ihr Freund ist gewalttätig und schlägt sie. Was wird Lisa tun? Wie kann sie ihn verlassen? Wo soll sie hin ohne Arbeit, ohne Dach über dem Kopf, ohne Geld?

Vererbte Armut - jedes 6. Kind ist armutsgefährdet
Von Geburt an lastet das große Handicap der vererbten Armut auf den kleinen Schultern von Marie. Wenn ihre Mutter weint, weil ihr Freund wieder zugeschlagen hat, dann ist das eine schreckliche Erfahrung für ihre Tochter.

Auch die Wechselwirkung zwischen Armut und Gesundheit ist durch mehrere Studien belegt. Falsche oder mangelhafte Ernährung kann zu gesundheitlichen Folgeschäden führen. Mit dem Älterwerden wächst das Risiko der Stigmatisierung. Arme Kinder sind dann die, die nicht dazugehören. Was für die einen normaler Alltag ist, ist für diese Kinder eine verschlossene Welt zu der sie keinen Zutritt haben. Das beginnt beim Schulausflug und endet beim Computer.

Eine Zukunft für Marie
Für Frauen wie Lisa, die alleine mit ihrem Kind dastehen, keinen familiären Rückhalt haben, oft selbst in ihrer Entwicklung noch halbe Kinder sind, will die Caritas nächstes Jahr gemeinsam mit ihren UnterstützerInnen und SpenderInnen ein Mutter+Kind+Haus im Burgenland eröffnen.

Helfen Sie mit  
Das Caritas Mutter+Kind+Haus soll diesen Frauen eine Zuflucht bieten. Hier werden sie unterstützt um eine Ausbildung zu beenden, um einen Job zu finden, um einen vernünftigen Umgang mit den eigenen Finanzen zu lernen und um eine tragfähige und liebevolle Mutter-Kind-Beziehung aufzubauen. Mit dem Caritas Mutter+Kind+Haus soll die Chance auf einen Neuanfang für Menschen wie Lisa & Marie geschaffen werden.

Was heißt bei uns schon arm?
Im Burgenland sind laut Statistik rund 36.000 Menschen (13 Prozent) „einkommensarm“. Für den Alltag bedeutet das: sie können abgetragene Kleidung nicht ersetzen, die Wohnung nicht angemessen heizen und jede unerwartete Ausgabe – wie zum Beispiel ein kaputter Ofen - wird zum Schicksalsschlag, weil das Geld einfach nicht da ist

So können Sie spenden

Im Vorjahr wurden für die Inlandshilfe der Caritas 107.827,27 Euro gespendet. Wer heuer BurgenländerInnen in Not helfen will, findet leicht einen Weg:

Online spenden

Caritas Spendenkonto: Raiffeisenlandesbank Burgenland
IBAN: AT34 3300 0000 0100 0652 BIC: RLBBAT2E
Spendenkennwort: Mutter+Kind+Haus und Familien in Not im Burgenland

So hilft Ihre Spende
Mit EUR 25  kann ein Kinderzimmer ein Monat lang geheizt werden.
Mit EUR 50  kann die Wochenmiete für eine Mutter mit ihrem Kind im Mutter+Kind+Haus bezahlt werden.
Mit EUR 100  kann eine Familie Lebensmittel für einen Monat einkaufen