Caritas Katastrophenhelfer berichtet über die entsetzliche Lage auf den Philippinen

18.11.13 / 11:12

Thomas Preindl: "Ich bin zutiefst erschüttert, meine schlimmsten Befürchtungen wurden übertroffen."  

Die internationale Hilfe läuft spürbar an, Caritas Katastrophenhilfe Mitarbeiter Thomas Preindl berichtet über die Lage in der Krisenregion.

Ein Vorankommen in vielen der betroffenen Gebiete ist nur sehr langsam möglich, da die Straßen bis auf die Hauptstraße sehr schlecht sind und die bewaldeten Regionen schwer zugängig sind: für 12 km kann man bis zu 6h unterwegs sein. 234.000 Häuser sind völlig zerstört, in Leyte und Tacloban herrscht absoluter Ausnahmezustand. Thomas Preindl: "Eine vergleichbare Situation habe ich noch nie erlebt. Weder nach dem Beben in Haiti noch nach dem Tsunami. Tacloban ist vollkommen zerstört, es steht kein einziges Haus. Zwischen Bauschutt, umgestürzten Häusern und Bäumen liegen Leichen, die durch die Zerstörung der Straßen nicht geborgen werden können."

Nach wie vor werden Tote geborgen, Leichen liegen entlang der Straße- der Gestank ist enorm. Schutt und Trümmer sind überall, nur die Hauptstraße ist freigeräumt. Seitenstraßen sind von Trümmern bedeckt. Sogar Betonhäuser sind dem Erdboden gleich. Nicht nur Tacloban ist komplett zerstört, sondern auch alle umliegenden Dörfer. Morgen wird Preindl mit lokalen Partnern weiter nach Samar reisen - auch dort soll die Zerstörung erheblich sein. Für die Nothilfe werden dringend Trinkwasser, Hygieneartikel, Lebensmittel, Haushaltsgeräte und provisorische, sanitäre Anlagen gebraucht.

Die Caritas Helfer aus Österreich Thomas Preindl und Andreas Zinggl unterstützen vor Ort lokale Partner, die Nothilfemaßnahmen wie die Verteilung von Lebensmitteln, Schlafmatten und Hygienekits planen.

Unterstützen Sie die Opfer der Naturkatastrophe mit einer Spende:

Caritas-Spendenkonto: RLB Bgld 1000652/BLZ 33000
Kennwort: Katastrophenfonds Caritas 

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Prominente Unterstützung für die Opfer der Taifunkatastrophe

Fussballstar David Alaba unterstützt die Caritas Katastrophenhilfe. Warum? "Meine Mama ist gebürtige Philippinin, ich bin halber Philippino. Ich fühle mich den Landsleuten meiner Mutter, die von dem fürchterlichsten Taifun aller Zeiten betroffen sind, in diesen schweren Stunden sehr nah. Die Spur der Verwüstung ist brutal und der Tod ist in diesen Tagen allgegenwärtig.

 Ich glaube an Gott. Ich glaube aber auch, dass jeder von uns den Auftrag hat, Menschen in Not zu helfen. Das geht einfach, in dem wir nicht die Augen verschließen, vor dieser Not, in dem wir jetzt an Hilfsorganisationen wie die Caritas spenden, damit rasch Hilfsgüter geliefert werden.

 Auch ich werde helfen und spende für den Caritas Katastrophenfonds. Eines ist sicher: Wir müssen heute helfen. Morgen kann es zu spät sein."