Armut im Burgenland: Menschen ohne Netz

05.11.15 / 10:38

Edith Pinter und Uli Kempf am Podium bei der Caritas Pressekonferenz

Wussten Sie, dass rund ...


…    63.400 BurgenländerInnen (22%)
    keine unerwarteten Ausgaben tätigen können?

…    23.050 Burgenländer (8%) es sich nicht leisten können,
    einmal im Monat Freunde oder Familie
    zum Essen einzuladen?

…    23.050 BurgenländerInnen (8%) sich aus Geldmangel
    nicht ausgewogen ernähren können?

…    5.760 BurgenländerInnen sich
    notwendige Arztbesuche nicht leisten können?


Gemeinsam bauen wir Brücken und keine Zäune. Gemeinsam helfen wir Menschen in Not“, erklärt Edith Pinter die Kernaufgabe der Caritas. „Die Situation hat sich in den letzten Jahren nicht verbessert. Schuld daran ist u.a. die Wohnkosten. Allein in den letzten drei Monaten sind die Mieten um fast 5 Prozent gestiegen. Eine 2-Zimmerwohnung kalt kostet rd. 580 Euro. Die Armutsgrenze liegt bei 995 Euro im Monat. Da bleibt nicht viel zum Leben“, rechnet die Caritas Direktorin vor. Schon ein kaputter Kühlschrank kann zum Stolperstein in die Schuldenfalle werden, denn dann das Geld für die Miete nicht mehr aus.

 „Die Frau übernimmt noch immer das Familienmanagement. Dafür stellen viele ihre Ausbildung und berufliche Entwicklung zurück. 85 Prozent der Burgenlanderinnen sind in Teilzeit beschäftigt. Die Folge: Sie verdienen weniger, bekommen geringeres Arbeitslosengeld und schlussendlich auch eine kleinere Pension.

27 Prozent der Alleinerzieherinnen sind armutsgefährdet.

Scheitert eine Ehe, bleibt die Frau als Alleinerzieherin ohne Job mit den Kindern auf der Strecke. Im Caritas Mutter+Kind=Haus finden junge, alleinstehende Mütter ohne familiären Halt ein neues Zuhause. Hier werden sie von Sozialpädagogen betreut, um zu lernen, eine verantwortungsvolle, liebevolle und auch selbstständige Mama zu sein. „Im Herbst wurde das Haus eröffnet und wir bekommen sehr positives Echo. Der Bedarf ist gegeben, daher werden wir die Möglichkeit überprüfen, ein weiteres Mutter+Kind=Haus in den nächsten Jahren zu eröffnen.

Wollen auch Sie Müttern in Not im Burgenland helfen?
Rund um den Namenstag der hl. Elisabeth bittet die Caritas um Spenden für Menschen in Not im Burgenland.
Raiffeisenlandesbank Bgld IBAN: AT34 3300 0000 0100 0652

Ihre Spende hilft:

Mit EUR 20,-  kann eine Familie Lebensmittel für eine Woche einkaufen
Mit EUR 25,-  statten Sie eine Familie mit zwei Kindern mit warmen gebrauchten Jacken und Wintermänteln aus dem CARLA Shop aus
Mit EUR 30,- ermöglichen Sie einer Mutter einen Monat lang, zumindest einen Raum ihrer Wohnung für die Kinder zu heizen.

Werden Sie Pate:
Mit EUR 33,- monatlich schenken Sie einer Mutter und ihren Kindern eine Nacht im Mutter+Kind=Haus.

Jetzt online spenden!