Europas Sorgenkinder: Flavius – eine Strafe Gottes?

02.03.17 / 13:43

Flavius ist geistig und körperlich behindert. Seine Eltern schämten sich und die Leute mieden den Kontakt mit der Familie. (Uli Kempf)

Aus Unkenntnis und falschen traditionellen Gründen wird in diesem kleinen, rumänischen Dorf ein behindertes Kind als Strafe Gottes gesehen. Dieses Vorurteil prägte das Leben der Familie von Flavius. Die Eltern verstecken ihr Kind zu Hause, sie stellten sich nicht der Behinderung, suchten keine Hilfe und waren mit ihren Nöten und Sorgen allein und überfordert.

Ohne Therapien blieb Flavius in seiner Entwicklung stecken: Mit sechs Jahren konnte er weder sprechen noch gehen. Das war vor einem guten Jahr. Seitdem betreut ihn das mobile ReHa-Team der Caritas: heute kann er mit Unterstützung gehen und auf seinem Dreirad düst er schon flink durch das Zimmer. Mit einfache Worten kann er sich verständlich machen und seine Fähigkeit, sich zu konzentrieren hat deutlich zugenommen.

Es wird noch viele Therapieeinheiten brauchen, damit er die Balance halten kann, damit seine Muskeln kräftiger werden und damit er genug Impulse bekommt, um sich auch geistig weiter zu entwickeln. Für Flavius haben sich die Türen in eine neue Welt geöffnet, die er nun mit viel Ehrgeiz und Interesse zu entdecken versucht. Und seine Familie? Die ist stolz auf ihn und jeden klitzekleinen Fortschritt den er macht.

Was Ihre Spende bewirkt:
Mit 10 Euro ermöglichen Sie Kindern wie Flavius eine Therapieeinheit mit drei Fachleuten des Mobilen ReHa-Teams der Caritas.

Kirchensammlung: 5. oder 12. März
Caritas Spendenkonto: IBAN AT34 3300 0000 0100 0652
Kennwort: „Kinder in Not 2016“