Jetzt & hier: Herbergssuche

13.12.17 / 12:00

Not vor unserer Haustüre - 4 Seiten voll mit Armut

Mit zwei kleinen Kindern und einem gebrochenen Kiefer flüchtete die 22-Jährige ins Sozialhaus. Raus aus der Beziehung und weg aus dem kriminellen Milieu. Schon bald fand sie eine tolle kleine Wohnung mit einer supergünstigen Miete.

Das Blatt schien sich zu wenden.

Gemeinsam mit der Caritas Sozialarbeiterin versuchte sie die Scherben ihres Lebens wieder aufzusammeln, einen Plan für eine Zukunft zu erarbeiten und dann Schritt für Schritt einen Weg zurück in die Normalität zu finden. Dinge, die für die meisten selbstverständlich sind, musste sie sich erarbeiten: ein Bett für die Kinder, einen Ofen, ein paar Häferl und Töpfe. 

Dann ging sie die großen Meilensteine an: einen Kindergartenplatz zu organisieren, eine Lehrstelle suchen, um beruflich wieder Fuß zu fassen und einen genauen Haushaltsplan, damit die Mindestsicherung bis zum Ende des Monats auch reicht. Doch nach ein paar Monaten kam der nächste Schlag: Beim Einzug in die billige Mietwohnung strahlten die neu getünchten Wände in Weiß. Jetzt waren sie von oben bis unten mit Schimmel überzogen. Das Jugendamt schritt ein: Die Kindeswegnahme stand unmittelbar bevor. 

Und wieder stand sie mit dem Rücken zur Wand.

Was konnte sie tun, um ihre Kinder behalten zu können? Die Kaution für eine neue Mietwohnung konnte sie sich nicht leisten. Zurück zum gewalttätigen Vater ihrer Kinder? Zurück zu ihrer Mutter, die nie viel für sie übrig hatte.

Hoffnung auf ein kleines Weihnachtswunder.

Die Caritas Sozialberaterin macht sich große Sorgen. Sie weiß nicht, wo Sabrina mit ihren Kindern untergetaucht ist. Sie hofft, dass die junge Frau sich wieder bei ihr meldet. Egal ob es ihr nun gut geht oder sie wieder Hilfe braucht. Sie wünscht sich inständig, dass die drei eine Herberge gefunden haben, wo sie bleiben können. Ein Zuhause für den Heiligen Abend mit Geschenken für die Kleinen, ein paar Keksen und Frieden für Sabrina.

Menschen wie Sabrina brauchen unsere Hilfe.

Denn Wir ist größer als Ich und Hoffen ist größer als Verzweifeln. 13.000 Kinder im Burgenland haben Weihnachten genauso verdient, wie Sabrinas Kinder.

Das waren die 4 Seiten der Armut:

1. Seite der Armut 2. Seite der Armut 3. Seite der Armut

 

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Mit 33 Euro schenken Sie einer Mutter und ihren Kindern eine Nacht im Caritas Mutter+Kind=Haus.