Heimo, Katrin & Alina gehen 650 Kilometer für Menschen ohne Zuhause

13.09.18 / 17:33

Heimo, Alina und Katrin bei der Seedurchquerung im Neusiedlersee

Warum entschließen sich drei jung Studierende, vom niedrigsten bis zum höchsten Punkt Österreichs zu wandern? Warum all der Mühsal drei Wochen lang bis zu 40 Kilometer täglich zu marschieren, dabei 13.000 Höhenmeter zu überwinden und dabei noch den Neusiedler See schwimmend zu meistern? Weil sie unsere Welt ein bisschen wärmer machen wollen! Nicht nur symbolisch!

Was sie vorhaben?

Heimo Neumaier, Katrin Goriupp und Alina Schreib wandern vom 13. September bis voraussichtlich 7. Oktober 2018 für Menschen ohne Zuhause von Apetlon, auf 114 m Seehöhe im Burgenland gelegen, durch den Neusiedler See von Illmitz nach Mörbisch, bis auf den Großglockner auf 3.798 m. Ihr erklärtes Ziel: Die drei stellen sich dieser enormen sportlichen Herausforderung, um konkrete Hilfe zu leisten. Auf ihrem Marsch für Menschlichkeit sammeln sie Spenden, um wohnungslosen Menschen 3.333 Übernachtungen in einer warmen Caritas Unterkunft zu ermöglichen.

Eine Übernachtung in einer Caritas Einrichtung – wie zum Beispiel dem Caritas ZufluchtsRaum in Eisenstadt oder der Notschlafstelle in Oberwart – kostet rund 15,- Euro.

 

Spektakulärer Auftakt

Bei den besten Wetteraussichten – strahlender Sonnenschein und bis zu 28° Celsius -  starteten die drei um 7.30 Uhr bei jener Tafel, die angeblich den tiefsten Punkt Österreichs nahe Apetlons markiert. Die Wasserrettung hatte, trotz des regulären Arbeitstags, einige Freiwillige für diese außergewöhnliche Aktion gefunden, die das Trio zur Sicherheit begleitete. Im Strandbad Illmitz gingen Heimo & Friends ins Wasser, um schon zwei Stunden später in Mörbisch wieder an Land zu gehen. Die drei sind nicht nur erfolgreiche Studierende, sondern auch bewährte Bergsteiger. Die größte Herausforderung für die drei Steirer lag daher nicht in der Besteigung des Großglockners, sondern in der Seedurchquerung! Bereits im Mai haben sie den ersten Versuch gestartet, mussten aber wegen eines aufziehenden Gewitters wieder abbrechen. Vor dieser nassen Etappe im Burgenland zeigt Heimo höchsten Respekt und trainierte „bis zum Anschlag!“

 

Mitgehen & mithelfen

Heimo und seine Begleiterinnen tragen eine Spendenbox mit sich und freuen sich über jeden Mitwanderer: Vom Seniorenclub bis zur Volkstanzgruppe, von der örtlichen Musikkapelle bis zum Triathlonverein, vom Pfarr- bis zum Gemeinderat – alle sind herzlich willkommen, um mitzumarschieren und die drei ein Stück ihres sozialen Weges zu begleiten. Auch Prominente, wie der doppelte Olympiasieger, Roman Hagara, sind begeistert von dieser sportlichen Aktion. Der Segelweltmeister ist diesmal nicht mit, sondern wie ein Tornado unterwegs und marschierte von Apetlon mit bis nach Illmitz. (Eine detaillierte Aufstellung der möglichen Treffpunkte mit Heimo finden Sie im Anhang.)

Gleichzeitig gibt es ein Tour-Telefon: Unter T 0676/ 33 64 072 gibt es während der Tour Infos, wo & wann man auf die Gruppe stoßen kann.

Heimo hofft auch auf das soziale Engagement von vielen Firmen, die „etappenweise“ Hilfspakete von zumindest 33,3 Nächten spenden. Für warme Nächte wird zum Beispiel auch die Bettfedernfabrik Seibersdorfer sorgen.

 

Die weiteren Stationen

Am nächsten Tag geht die Route von Mörbisch über Rust, St. Margarethen, Trausdorf nach Eisenstadt. Bei der Ortstafel werden sie von Generalvikar Martin Korpitsch und Bürgermeister Thomas Steiner, der schon sein Überraschungspaket für Heimo einpackt, empfangen. Gemeinsam geht es weiter zum Rathaus, wo die drei eine Labstation erwartet.

 

Die erste „Bergwertung“ führt das Trio am 15. September von Eisentadt über das Leithagebirge via Hornstein nach Wimpassing, wo sie von BewohnerInnen des Caritas BehindertenHeims Haus Vitus an der Leithabrücke verabschiedet werden.

 

Anschließend geht es nach Wien: „Für mich ist der bewusst gewählte ‚Umweg‘, 4-5 Tage, nach Wien ein Höhepunkt. In der Bundeshauptstadt können wir noch mal viele Menschen mobilisieren“, so Heimo Neumaier und appelliert: „Das soll nicht nur unsere Aktion werden. Es geht auch darum, dass uns möglichst viele Menschen ein Stück weit begleiten!“

 

Das nächste, kleine „Highlight“ wird Mariazell sein. „Die Tour durch die steirischen Berge und Täler ist etwas ganz Besonderes für mich und sollte zum ‚Heimspiel‘ werden, da Katrin und ich aus der Steiermark kommen. Für Alina wird’s dann in Salzburg heimelig“, schmunzelt Heimo Neumaier.

 

 Wir danken

dem Bürgermeister Markus Binder für 20 Nächte und dem Tourismusverband Mörbisch am See, dem Wassersportzentrum Lang mit „Kapitän“ Helmuth Zethner, sowie dem Team des Mörbischer Seebads für ihre Unterstützung.

Frau Trude Freiler, die unseren 3 Wanderern in Mörbisch ihr Appartement zur Verfügung stellt und der Firma Seibersdorfer für die Spende von 33,3 Nächten,

ebenso dem Bürgermeister von Eisenstadt, Mag. Thomas Steiner, der sich spontan dazu bereit erklärt hat, 33.3 Nächte zu spenden und so mitzuhelfen, damit dieses außergewöhnliche, soziale Engagement schlussendlich ein großartiger Erfolg für Menschen in Not wird und Heimo & friends ihr ambitioniertes Ziel erreichen.

 

So können Sie für Menschen in Not spenden

Caritas Burgenland Spendenkonto

IBAN AT34 3300 0000 0100 0652, Kennwort: Heimo geht

Über Bergrouten geht es für die drei Wanderer dann nach Kärnten und Tirol bis zum höchsten Punkt des Landes, dem Großglockner. „Ich war zwar schon einmal oben, aber bin mir sicher, dass es diesmal um einiges aufregender sein wird. Allein die Wetterlage im Oktober ist sehr ungewiss. Im Extremfall müssen wir einige Tage im sogenannten Winterraum der Stüdlhütte auf gute Bedingungen für eine Besteigung warten“, so Heimo.