Endstation Scheidung?

27.11.19 / 11:26

Person hält Pappschild in die Höhe auf dem steht "Katharina, 27, Alleinerzieherin, 2 Kinder"

„Was am meisten wehtut? Dass ich meinen Kindern zu Weihnachten nichts schenken kann.“ Katharina ist 27 Jahre und Alleinerzieherin.

Ist es das Gefühl versagt zu haben? Die Panik vor noch mehr unbezahlten Rechnungen? Die Kälte des Winters, die sich in der Wohnung breitmacht. Die Angst, mit den Kindern auf der Straße zu stehen?

Katharina ist Klientin der Caritas Sozialberatung. Eine, die nicht vorbereitet war auf das Schicksal Armut. Eine von vielen.

Kein Geld für ein Bett

Nach der Scheidung zog sie mit den Kindern in eine kleine Wohnung. Trotzdem fraß Miete und Betriebskosten deutlich mehr, als die Hälfte ihres Einkommens. Die Alimente kamen nur sporadisch. „Meine gesamten Ersparnisse sind für die Kaution draufgegangen. Möbel konnte ich mir nicht mehr leisten.“

Ihr Sohn brauchte einen Laptop für die Schule: diese Anforderung gab ihr finanziell, aber auch psychisch den Rest. Katharina fühlte sich alleingelassen, wollte die Kinder mit ihren Sorgen nicht belasten und schämte sich gleichzeitig für ihre Armut.

Gemeinsam aus der Krise

Katharina ist noch immer arm. Einige ihrer Probleme konnte sie aber mit Hilfe der Caritas Sozialberaterin schon lösen: ein gebrauchter Laptop wurde organisiert, das Matratzenlager wurde gegen Betten vom Caritasladen ausgetauscht. Dort gab es auch warme Winterjacken für die Kinder. “Wenn man am Boden liegt, braucht man jemanden, der einem hilft, wieder aufzustehen!“, ist sie aus eigener Erfahrung überzeugt und schaut heute wieder mit Hoffnung in die Zukunft.

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