Das Leben nach Corona

02.04.20 / 14:07

Und plötzlich ist nichts mehr so, wie es einmal war. Auch für die junge Familie S.

Sie sind eine junge, glückliche Familie mit zwei kleinen Kindern: Papa, ein ordentlicher „Lackl“, hat als Securitymann schon einige Erfahrung mit schwierigen Situationen gesammelt. Mama, bis vor einer Woche in Karenz, freut sich schon, in ihren alten Job zurück zu kehren und die Kolleginnen wieder zu sehen. Natürlich auch auf den eigenen Gehalt, der der Familie hilft, den Kredit für die Wohnung abzuzahlen. Mit nur einem Einkommen, den laufenden Fixkosten und den zwei Kindern ist es sich finanziell gerade Mal so ausgegangen. Aber, man war zufrieden und man hat gehofft, dass es jetzt, mit ihrem Wiedereinstieg ins Berufsleben, in der Haushaltskasse bald deutlich besser klingelt. Man will sich ja etwas aufbauen, die Wohnung schöner einrichten, vielleicht ein neues Auto in einem Jahr anschaffen und mit den Kindern etwas Nettes an den Wochenenden unternehmen.

Das Leben steht plötzlich Kopf

Dann kam die Corona Krise. Papa wurde sofort gekündigt. Mama hat ein Schreiben von ihrem Dienstgeber erhalten: das Geschäft muss auf Grund der behördlich verordneten Sicherheitsmaßnahmen geschlossen bleiben und daher sei derzeit eine Rückkehr nicht möglich. Bitte warten, hieß es.

Die beiden sitzen am Küchentisch und langsam dämmert Ihnen die Schwierigkeit ihrer Lage. Auf einem alten Kuvert schreibt Mama die Fixkosten zusammen, überschlägt die Summe für Haushalt und Lebensmittel, streicht alles, was ihr nicht dringend notwendig erscheint. Rechnet noch einmal. Trotzdem: es geht sich einfach nicht aus. Dieser winzig kleine Virus hat sie finanziell flach-gelegt und in eine akute Notlage gebracht.

Wann ist ein Mann ein Mann

Papa ist am Boden zerstört. Sich einzugestehen, dass er es alleine nicht schafft, dass seine Familie Hilfe braucht, verletzt und verunsichert ihn zutiefst. Es kostet ihm immense Kraft seinen Stolz zu überwinden und anzurufen. Am anderen Ende meldet sich die Caritas Sozialberatung und Nothilfe der Caritas.

Hilfe über die Hotline

Für Petra Frank ist es heute schon der 30ste Anruf über die Hilfehotline. „Es werden täglich mehr und viele brauchen Soforthilfe, weil das Geld für Lebensmittel nicht mehr reicht. Die nächsten Monate, bis sich wieder alles normalisiert, wird für viele burgenländischen Familien sehr, sehr hart. Aber ich baue auf den Zusammenhalt in unserem Land. Gemeinsam schaffen wir das!“

Ihre Spende hilft in der Krise!