Der Notgroschen der Kinder

08.04.20 / 15:24

Sophie merkt, dass etwas Schlimmes passiert ist. Kann sie helfen?

Sophie ist zehn Jahre alt. Zum Geburtstag hat sie 50 Euro von Oma bekommen. Sie solle sich was Nettes damit kaufen. Gestern nahm sie das Ersparte, legte es auf den Küchentisch, zupfte am Ärmel ihrer Mama und meinte, damit könne man jetzt wieder Lebensmittel besorgen.

Kinder spüren die Sorgen

Petra, ist seit vielen Jahren Sozialberaterin bei der Caritas und hat schon viel gehört. Als ihr Frau F. von Sophie am Telefon erzählte, schossen aber auch ihr die Tränen in die Augen. Kinder spüren die Sorgen ihrer Eltern. Sie wollen helfen und sind doch mit der Situation total überfordert.

Wie all das kam?  Frau F. hatte einen schönen Job in einem Blumenladen und verdiente 1.100 Euro. Nicht viel, aber mit den Alimenten des Vaters kamen die zwei schon zurecht.

Ohne Alimente

Dann kam die Corona-Krise. Sowohl Frau F. als auch der Vater von Sophie wurden gekündigt und so bleibt auch sein Beitrag aus. Und jetzt bleiben nach Abzug aller Fixkosten nur mehr diese besagten 39 Euro und das Ersparte von Sophie übrig. Natürlich kann sie einen Aufschub der Miete beantragen. Sie fürchtet aber, dass sich ihre Lage nicht so schnell verbessern wird, weil es sehr schwierig für sie wird, wieder einen Job zu finden.

Nothilfe für die Schwächsten

Viele Mütter, besonders die alleinstehenden, melden sich bei der Caritas Nothilfe-Hotline. „Die Corona-Krise macht Frau F. längerfristig zur Klientin der Caritas Nothilfe. Denn arbeitslos zu werden am Beginn einer ausgewachsenen Wirtschaftskrise ohne Aussicht auf raschen Wiedereinstieg ist besonders hart!“, sorgt sich die Caritas Sozialberaterin und hofft, dass genügend Spenden für ihre Klienten in dieser schwierigen Zeit eintreffen.

Ihre Spende für die Corona Nothilfe