Geklautes Leben aus dem Müllcontainer

19.05.20 / 10:01

Essen im Müllcontainer

„Will wer was? Davon lebe ich zurzeit. Ich klaue mein Essen aus den Containern. Glaubt mir! Nicht allen geht es gut in diesem Land.“, schreibt Herr J. und schickt uns ein Foto von Essen aus dem Container.

Menschen, die schon vor dem Lockdown kaum über die Runden kamen, die traf die Krise wohl am härtesten. Herr J. ist einer von diesen Menschen, die durch sämtliche soziale Netze purzelten und hart am Boden dieser Krise landeten.

Alt, krank und alleinstehend
Herr J. fühlte sich im Stich gelassen. Von Gott und der Welt, der Politik und auch der Caritas. Er schrieb sich seine Verzweiflung von der Seele und der Caritas Sozialberaterin ein bitterböses Email: allen werde geholfen, nur ihm nicht! Total bürokratisch sei der Ablauf –mit tausenden Formularen! Er warte nur noch, dass man den Blutgruppenausweis abgeben müsse, um Hilfe zu bekommen.

Zuwenig zum Leben…
Die Lage von Herrn K. war wirklich zum Weinen: der invalide Mindestpensionist hatte schon vor der Krise den Strom nicht zur Gänze bezahlt. 90 Euro waren ausständig und der Strom sollte abgedreht werden. Herr K. hatte sich schon lange an das harte Leben am Existenzminimum gewöhnt: Er lebt in zwei Zimmern eines desolaten Hauses. Ohne Warmwasser. Zum Duschen geht er zu Freunde. Allein die Busfahrten in die Stadt zum Arzt reißen jedes Mal ein Riesenloch in sein Budget.

Betreff: Mein Essen
Herr J. hat von der Caritas natürlich sofort Nothilfe erhalten – auch ohne Abgabe seines Blutgruppenausweis. Aber: „Das ist erst der Anfang. Die Zahl der Burgenländer in Not vor den Türen der Caritas Nothilfe wird mit dem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit, dem Fällig-werden der gestundeten Mieten und Energiekosten noch deutlich zunehmen!“, fürchtet Caritas Direktorin Edith Pinter.

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