NEU! Caritas Lerncafé öffnet die Pforten in der Pfarrgasse 20

28.05.20 / 11:14

Caritas Lerncafé in Eisenstadt:

Neueröffnung mit Hilfe der Stadt

 

Über 120 Kinder in Eisenstadt, Neusiedl und Oberwart erhalten gratis Nachhilfe und Nachmittagsbetreuung in den Caritas Lerncafés. Diese Hilfe ist nach der Corona-bedingten Schulschließung wichtiger denn je. „Dank der großartigen Hilfe der Stadt, dem persönlichen Einsatz von Bürgermeister Thomas Steiner und auch der Unterstützung durch die Barmherzigen Brüder haben wir in Eisenstadt nun endgültig einen idealen Standort für unser Lerncafé gefunden!“, bedankt sich Dir. Edith Pinter von der Caritas.

 

Jeder gewinnt

Vor rund neun Jahren wurden die Pforten des Caritas Lerncafés zum ersten Mal geöffnet. Untergebracht im ehemalige Wagnerhaus, mitten am Domplatz, wurde es für viele Kinder zum hilfreichen Hotspot bei Schulproblemen. Das Haus wird seit dem Frühjahr generalsaniert und das Lerncafé brauchte dringend eine neue Bleibe. Schon damals sprang die Stadt hilfreich ein und stellte das kürzlich renovierte Pongratzhaus als provisorische Lösung zur Verfügung.

„Mir war es von Beginn an wichtig, diese integrationspolitische Bildungsmaßnahme auch von der Stadt zu fördern, um Kinder und Jugendliche nachhaltig bei ihrem persönlichen Bildungsweg zu unterstützen“, so Bürgermeister Thomas Steiner, der weiter betont: „Wir suchten eine dauerhafte Lösung. Gemeinsam mit den Barmherzigen Brüdern, die uns das Haus in der Pfarrgasse 20 für eine geradezu symbolische Miete zur Verfügung stellen, ergibt sich nun eine wunderbare Lösung, die für alle Beteiligten eine Win-win-Situation darstellt.“

 

Der Countdown bis zum Zeugnis läuft

Corona hat auch das Schulleben auf den Kopf gestellt. Ganz besonders für jene Kinder aus sozial schwachen Verhältnissen, die weder über Handy noch Laptop erreichbar waren und so den Anschluss – im wahrsten Sinn des Wortes – verloren haben. Große Lernlücken haben sich gebildet, die nun – vor dem Jahreszeugnis - so rasch wie möglich wieder mit Wissen geschlossen werden sollten. Dafür braucht es aber mehr Zeit und mehr Mittel für Nach- und Lernhilfe.

 

Pfarrgasse 20

Am neuen Standort des Caritas Lerncafés sind die Voraussetzungen ideal: Das Haus ist für die Kinder leicht erreichbar, es stehen gleich mehrere helle und freundliche Räume zur Verfügung, so dass ein konzentriertes Lernen mit dem nun vorgeschriebenen Sicherheitsabstand möglich ist und im Innenhof können sich die Kinder auch einmal so richtig austoben. „Im Namen der Kinder möchte ich mich ganz herzlich bei der Freistadt Eisenstadt und speziell bei Ihnen, Herr Bürgermeister, für die Unterstützung unseres Caritas Lerncafés bedanken. Sie waren von Anfang an als Förderer dabei, haben sich persönlich engagiert, Ihr Versprechen gehalten und nun diese wunderbare Lösung für uns ermöglicht!“, erklärt die Caritas Direktorin.

 

Mit Hilfe der Stadt geht es weiter…

Bürgermeister Thomas Steiner unterstützt das Caritas Lerncafé aus Überzeugung: „Dass es eine Einrichtung wie das Lerncafé gibt, ist für die Landeshauptstadt eine Herzensangelegenheit. Ich sehe das Projekt als Unterstützung für die Jugendlichen, damit sie die Herausforderungen des Schulalltags besser meistern können und den Anschluss nicht verlieren.“ Mit dem Haus in der Pfarrgasse 20 hat die Freistadt Eisenstadt nun eine endgültige Herberge für das Lerncafé gefunden.

 

Bildung darf kein Luxus sein

„Im April ist die Jugendarbeitslosigkeit auf 116 Prozent angestiegen. Wir sind davon überzeugt, dass eine abgeschlossene Schulbildung ein wichtiger Schutzmantel gegen Armut und Arbeitslosigkeit ist! Mit unseren Caritas Lerncafés können wir den Kindern helfen, den nächsten Test gut hinter sich zu bringen, ein fleckfreies Zeugnis zu bekommen, zu guter Letzt die Schule positiv abzuschließen und so in eine bessere berufliche Zukunft zu starten!“, meint Caritas Dir. Edith Pinter.

 

Die neuen Herausforderungen: genügend Platz, genügend Zeit, genügend Spenden

Die Corona-Krise hat auch die Caritas Lerncafés grundlegend verändert. „In der Phase des Lockdowns waren wir österreichweit das erste Lerncafé, dass sehr erfolgreich mit Hilfe von Handy und Laptop auf Lernhilfe mit Distanz umgestellt hat!“, erklärt die Caritas Direktorin mit gewissem Stolz. „Jetzt stellen wir uns neuen Herausforderungen: Früher konnten wir mindestens 20 Kinder gleichzeitig an drei Tagen in der Woche im Eisenstädter Lerncafé betreuen. Jetzt – mit dem Sicherheitsabstand – sind es nurmehr sieben Kinder.“

Die Caritas führt daher an fünf Vormittagen die digitale Lernhilfe weiterhin fort und im Lerncafé selbst erfolgt eine Einteilung nach Stunden. Die Anzahl der Stunden wurde zwar erhöht, der Bedarf ist - nach Corona - aber deutlich gestiegen. Die Caritas hofft daher, dieses dringend notwendige Bildungsangebot erweitern zu können.

 

Freistadt Eisenstadt als Vorreiter

„Wir laden all jene burgenländischen Unternehmen ein, die auch in Zukunft Lehrlinge mit einem guten Schulabschluss suchen, uns beim Ausbau der Caritas Lerncafés zu unterstützen. Gleichzeitig bitten wir auch jene Bürgermeister, die Wert auf die Förderung der Jugend legen, dem Beispiel von Eisenstadt zu folgen und uns finanziell die Türen für ein weiteres Lerncafé zu öffnen!“ Weiße Flecken auf der Landkarte gäbe es genug, stellt Pinter fest und richtet dabei den Blick gegen Süden.