Brennpunkt Afrika: Wenn die Tiere sterben, sterben auch die Menschen

30.06.20 / 09:51

Frau mit Ziege in Afrika, Kenia

Krisen treffen die Schwächsten am härtesten. Die Lage in Teilen Afrikas ist hoch dramatisch. Mittlerweile ist der Corona-Lockdown genauso lebensbedrohlich wie das Virus selbst.

In den letzten 30 Jahren konnte die Zahl der Menschen, die an Hunger leiden, halbiert werden. Nun aber wendet sich das Blatt. Der Klimawandel hat in Teilen Afrikas immer wieder zu Dürrezeiten, kürzeren Regenperioden und nun auch zur Heuschreckenplage geführt.

Beispiel Kenia/Marsabit – eine Folge von Katastrophen

Im Norden Kenias jagt eine Plage die nächste: der Dürre folgt die Flut, neben Malaria und Cholera kommt nun Covid-19 dazu. Und die schlimmste Heuschreckenplage seit 70 Jahren vernichtet die Vegetation und somit die Nahrungsmittel für Mensch und Tier.

80 Prozent der Menschen leben von der Viehzucht. Sie wandern als Nomaden mit ihren Herden von Weide zu Weide, von einer Wasserstelle zur nächsten. Riesige Heuschreckenschwärme haben innerhalb von Tagen ganze Landstriche leergefressen und so die Nahrungsgrundlage für Vieh und Menschen auf Monate hin vernichtet.  „Wenn unsere Tiere sterben, dann sterben auch wir!“, klagen die Bauern.

Erstmals seit Jahren nimmt der Hunger wieder zu

In den letzten Jahren ist die Ernte auf den Feldern oft verdorrt oder eine Flut hat sie hinweggeschwemmt. Nun sind die Märkte auf Grund der Corona-Pandemie geschlossen. Die kleinen Bauern können daher die Früchte ihrer Arbeit nicht verkaufen, die Ware verdirbt zum Teil. Dieser Engpass führt natürlich zu steigenden Preisen für Nahrungsmittel. Gleichzeitig gibt es durch den Lockdown auch weniger Arbeit und so auch weniger Einkommen.

Nothilfe für Afrika

Die Situation hat sich in manchen Teilen Afrikas dramatisch zugespitzt. “Wer Afrika hilft, der hilft Europa!“, meinte Hugo Portisch in einem seiner Bücher. Bitte helfen auch Sie.

Caritas Spendenkonto:

IBAN AT34 3300 0000 0100 0652
Kennwort „Zukunft ohne Hunger“

So können Sie helfen:

  • Mit 20 Euro erhält eine Familie in Kenia Nahrungsmittel für einen Monat und wird umfassend über Covid-19 und Hygienemaßnahmen informiert.
  • Mit 20 Euro sichern Sie den lebensnotwendigen Spezialbrei für drei Monate für ein Kind in Afrika.
  • Mit 40 Euro spenden Sie eine Ziege, die das Auskommen einer ganzen Familie sichert.
Mann in Heuschreckenschwarm, Kenia Afrika
Mädchen wäscht sich die Hände, Kenia Afrika

Jetzt helfen!

Ihre Spende für eine Zukunft ohne Hunger.