Der leere Stall bringt Hunger

07.07.20 / 00:00

„Unser Papa ist vor ein paar Monaten gestorben“, erzählt die 15-jährige Zola in einwandfreiem Englisch. Die Familie ist am Ende. Denn das Wenige, das sie hatten, gaben sie für Medizin aus. 

 

Zuerst verkauften sie die Ziege. Dann - es war die Zeit vor der Corona Pandemie - brachte man die Hühner auf den Markt. Schließlich musste auch das Schwein dran glauben. Trotz all dieser Opfer und Mühen konnte das Leben des Vaters nicht gerettet werden. Nach seinem Tod blieb der Familie nichts. Der Stall war leer und so gab es auch keine Milch, keine Eier und auch kein Fleisch.

 

Klimawandel bringt Dürre oder Flut

Die Steppe von Kargi in Kenia ist die Heimat von Zola. Hier ist es besonders heiß und trocken. Die meisten Menschen leben von der Hand in den Mund. Sie ziehen mit ihrem Vieh von Weide zu Weide oder arbeiten während der Erntezeit für einen Hungerlohn auf den Feldern.

Der Klimawandel macht alles noch schlimmer: Von Jahr zu Jahr verkürzt sich die Regenzeit. Auf den Feldern verdorrt oft die Frucht. Dann wiederum gießt es in Strömen und die Fluten zerstören die Äcker.

 

Corona verdoppelt die Not

Zola war die große Hoffnung ihrer Eltern: Sie ist sehr klug und durfte daher als einzige der großen Kinderschar die Schule besuchen. Eine gute Ausbildung, das bedeutet die Chance auf einen guten Job und die Aussicht auf eine Zukunft ohne Hunger für die ganze Familie. Seit der Corona-Pandemie ist aber die Schule geschlossen. So knapp vor dem Ziel musste sie in ihr Dorf zurückkehren.

Für ihre Mutter ist das aber jetzt das kleinste Problem. Tag für Tag fragt sie sich, wie sie das Überleben ihrer Kinder sichern kann und zieht durchs Land, um etwas Reis und Ziegenmilch zu bekommen.

 

KENIA

Zuerst Dürre, dann Fluten und jetzt auch noch Covid-19. „Was wir brauchen, ist Essen, um zu überleben!“, klagen die Ärmsten der Armen in Kenia.

In Kenias Trockengürtel Marsabit lebt mehr als die Hälfte der Menschen von weniger als 2 Dollar/Tag.

 

Nothilfe für Afrika

Die Situation hat sich in manchen Teilen Afrikas dramatisch zugespitzt. “Wer Afrika hilft, der hilft Europa!“, meinte Hugo Portisch in einem seiner Bücher. Bitte helfen auch Sie.

Caritas Spendenkonto:

IBAN AT34 3300 0000 0100 0652
Kennwort „Zukunft ohne Hunger“

So können Sie helfen:

  • Mit 20 Euro erhält eine Familie in Kenia Nahrungsmittel für einen Monat und wird umfassend über Covid-19 und Hygienemaßnahmen informiert.
  • Mit 20 Euro sichern Sie den lebensnotwendigen Spezialbrei für drei Monate für ein Kind in Afrika.
  • Mit 40 Euro spenden Sie eine Ziege, die das Auskommen einer ganzen Familie sichert.
Mann in Heuschreckenschwarm, Kenia Afrika
Mädchen wäscht sich die Hände, Kenia Afrika

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