Wenn Brunnen und Hoffnung versiegen

16.07.20 / 14:16

Fatoumata hungert, damit ihre Kinder überleben. Die Ernte ist mager, Wasser wird knapper, die Verzweiflung bleibt.

Erschöpft lehnt sich Fatoumata an einen kargen Baum, einer der wenigen schattigen Plätze im Dorf Sinthiou Sadio im Senegal. Wieder ist ein harter Arbeitstag auf dem Feld zu Ende gegangen. Fatoumata ist Bäuerin. Seit dem Tod ihres Mannes kämpft die 49-Jährige tagtäglich alleine um das Überleben ihrer Kinder. Ihr bislang einziges und dürftiges Einkommen: Gemüse, das sie auf Märkten verkaufte.

Corona und Hunger: Die doppelte Not
Bereits vor der Pandemie mussten Frauen wie Fatoumata von der Hand in den Mund leben. Wie viele andere ist die Witwe von der Landwirtschaft abhängig. Doch seit das Virus Senegal erreicht hat, ist die Situation lebensbedrohlich. Die Märkte sind geschlossen, wir können kaum verkaufen und kommen nicht an das nötige Saatgut, um wieder anbauen zu können“, schildert Fatoumata. „Fast sind alle Vorräte aufgebraucht und wir haben nichts mehr zu essen.“  COVID-19 ist nicht die einzige Katastrophe: Der Senegal ist besonders von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Die Ernte ist mager, Wasser ist knapp, Brunnen versiegen.

Auf Hoffnung folgt Verzweiflung
Fatoumata steckt all ihre Hoffnung in die Zukunft ihrer Kinder. „Es ist mir egal, ob ich für mich genug Essen habe, solange meine Kinder die Schule besuchen können und einmal ein besseres Leben als ich haben werden.“ Doch auch die Schulen sind aufgrund der Pandemie geschlossen, an technischen Möglichkeiten für E-Learning fehlt es hier.

Frauen wie Fatoumata sind sehr tapfer und tun alles um ihre Kinder versorgen zu können. Doch am Ende des Tages rutscht der dürftige Ertrag wie Sand durch ihre Hände. Was bleibt sind Hunger und Verzweiflung.

SENEGAL
Bodenerosion, Wasserknappheit, versiegte Brunnen - besonders die Landbevölkerung leidet unter den Folgen des Klimawandels. Ernteausfälle sind für die Ärmsten der Armen fatal. Mehr als die Hälfte der Menschen müssen mit weniger als 2 US-Dollar/Tag auskommen.

 

So können Sie helfen:

  • Mit 20 Euro erhält eine Familie im Senegal Nahrungsmittel für einen Monat und wird umfassend über Covid-19 und Hygienemaßnahmen informiert.
  • Mit 20 Euro sichern Sie den lebensnotwendigen Spezialbrei für drei Monate für ein Kind in Afrika.
  • Mit 40 Euro spenden Sie eine Ziege, die das Auskommen einer ganzen Familie sichert.

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