Caritas Lerncafé in neuem Gebäude

05.10.20 / 16:59

Stadt Eisenstadt unterstützt das Lerncafé mit € 50.000

Seit 10 Jahren betreibt die Caritas schon das Lerncafé in Eisenstadt und bietet Nachhilfe und Nachmittagsbetreuung für Schülerinnen und Schüler. Ursprünglich in Räumlichkeiten der Diözese Eisenstadt untergebracht, übersiedelte das Lerncafé im Vorjahr vorübergehend ins Pongratzhaus. Nun wurde ein neuer Standort in der Pfarrgasse 20 gefunden. „Ich freue mich, dass wir ein adäquates Gebäude für das Caritas Lerncafé gefunden haben. Für mich ist dieses Projekt eine Herzensangelegenheit. Deshalb unterstützen wir seitens der Stadt diese wichtige Einrichtung auch gerne mit € 50.000 in den nächsten fünf Jahren und übernehmen damit unter anderem die kompletten Mietkosten“, sagt Bürgermeister Thomas Steiner.

Nicht allen Eltern ist es möglich, ihre Kinder beim Lernen zu unterstützen. Für Kinder zwischen 6 und 15 Jahren bietet das Caritas Lerncafé hier Unterstützung. Die kostenlose Nachhilfe- und Nachmittagsbetreuung wird stark nachgefragt und wird gerade jetzt dringend benötigt. Die Kinder und Jugendlichen bekommen gezielte Hilfe bei den Hausaufgaben, der Vorbereitung auf Schularbeiten und Tests und zusätzlich vermitteln die freiwilligen BetreuerInnen den Kids viel Freude am Lernen. „Unsere Lerncafés sind in Zeiten von Covid-19 wichtiger denn je. Burgenlandweit konnten wir bisher vier dieser wichtigen sozialen Kinderhilfen einrichten. Die Landeshauptstadt hat uns von Beginn an unterstützt und uns - dank des persönlichen Einsatzes von Bürgermeister Steiner – in der Pfarrgasse 20 ein neues Zuhause geschaffen. Die Wanderjahre sind nun hoffentlich vorbei. Wir sind über diese tolle Zusammenarbeit im Sinne der Kinder sehr glücklich und auch sehr dankbar!“, erläutert Caritas Dir. Edith Pinter.

 

Stadt unterstützt mit € 50.000 und stellt Räumlichkeiten gratis zur Verfügung

„Nachdem das Caritas Lerncafé wegen Umbaumaßnahmen aus den Räumlichkeiten der Diözese ausziehen musste, stellten wir vorerst - als  Zwischenstation  - das  Pongratzhaus zur Verfügung. Es freut mich, dass wir nun in der Pfarrgasse 20 eine dauerhafte Lösung gefunden haben. Wichtig war uns bei der Standortsuche auch, dass das Caritas Lerncafé mitten in der Stadt für die Kinder zu Fuß leicht erreichbar ist. Mit dem Haus in der Pfarrgasse 20 haben wir einen optimalen Platz mitten in der Stadt gefunden“, so Steiner.

Die Stadt hat das Gebäude in der Pfarrgasse von den Barmherzigen Brüdern gepachtet und nun können wir einen Teil davon der Caritas zur Verfügung stellen. „Für die nächsten fünf Jahre übernimmt die Stadt dafür die kompletten Mietkosten und unterstützt so dieses wichtige Projekt. Es freut mich, dass der Beschluss dazu im Gemeinderat einstimmig gefasst wurde“, betont Bürgermeister Thomas Steiner. 

Insgesamt unterstützt die Stadt Eisenstadt das Caritas Lerncafé in den nächsten fünf Jahren mit € 50.000. Dieser Betrag setzt sich aus den Mietkosten, Leistungen der Betriebe der Freistadt Eisenstadt für das Lerncafé und einer Subvention zur Förderung der pädagogischen Arbeit zusammen.

Bürgermeister Thomas Steiner unterstützt das Caritas Lerncafé aus Überzeugung: „Dass es eine Einrichtung wie das Lerncafé gibt, ist für die Landeshauptstadt eine Herzensangelegenheit. Ich sehe das Projekt als Unterstützung für die Jugendlichen, dass sie die Herausforderungen des Schulalltags besser meistern können und den Anschluss nicht verlieren. Denn Bildung ist immer noch das beste Mittel gegen Arbeitslosigkeit.“

 

Das schnellste Lerncafé in Österreich

Viele Schülerinnen und Schüler waren durch Corona verunsichert und standen vor großen Herausforderungen. Als erstes Lerncafé in Österreich hat man in Eisenstadt schon zu Beginn des Lockdowns auf Distance Learning umgestellt und mittels Handy und Internet so mit den Jugendlichen Kontakt gehalten. Und dabei waren die Schülerinnen und Schüler nicht einmal an fixe Zeiten gebunden. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer waren fast den ganzen Tag für ihre Schützlinge erreichbar.

 

Offline & ohne Anschluss

Trotzdem: Manche Kinder haben weder Handy noch steht ihnen ein Computer zur Verfügung. Besonders für diese Kids wurde im August das Tor des neuen Caritas Lerncafes für die  Intensivwochen geöffnet. „Danke an alle Beteiligten:  Täglich wurde gemeinsam für den leidigen „Nachzipf“ gebüffelt und eifrig Wissenslücken wieder aufgefüllt.

„Zu Schulbeginn konnten wir im Caritas Lerncafé wieder voller Stolz die weiße Fahne hissen“, freut sich Caritas Direktorin Edith Pinter.  „Denn auch unsere zwei Mädchen mit Problemen in Englisch haben mit Erfolg die Nachprüfung geschafft und steigen so wie alle unsere anderen Kinder in die nächste Klasse auf!“ „We did it!“ – gemeinsam und mit Hilfe der Freiwilligen im Caritas Lerncafé haben sie es geschafft. „Ein guter Schulabschluss – das gibt Selbstvertrauen, das öffnet Chancen und ist wichtiger denn je als Schutz gegen Armut!“, weiß die Caritas Direktorin aus langjähriger Erfahrung.