Durchwurschteln, aber wie?

24.11.20 / 14:30

Eigentlich war für Sabine das Glas immer halb voll. Selbst dann, als sie nach manisch-depressiven Anfällen ihres Lebensgefährten und Vater ihrer zwei Kleinen oft kurz vor dem Zusammenbruch war, versuchte sie mit letzter Kraft den Kindern ein heiles und intaktes Familienleben zu bieten. Doch die psychische Krankheit zerriss die Familie. Selbst als die 38-Jährige plötzlich ganz alleine mit ihren Kindern dastand, verlor sie die Hoffnung nicht. „Irgendwie werden wir uns schon durchwurschteln“, hat sie ihrer Tochter und ihrem Sohn immer wieder versprochen. Die Trennung war ein schwerer, aber notwendiger Schritt und die neue kleine Zweizimmerwohnung nicht gerade das, was sie sich für ihre Kinder vorstellte. Immerhin waren sie in Sicherheit und konnten wieder nach vorne schauen. 

Irgendwann geht es einfach nicht mehr

Die monatlichen Fixkosten stellten Sabine mit ihrem mageren Gehalt immer wieder vor eine Zerreißprobe. Auch auf die Alimente ihres Ex konnte sie nicht zählen. Doch seit dem Lockdown und der Kurzarbeit geht es der kleinen Familie so richtig an den Kragen. Die Mietrückstände wurden immer höher und der Kühlschrank immer leerer. Als dann noch der Wasserboiler einging, kam die Anschaffung für Sabine einer Katastrophe gleich. Ihr Vorsatz eine starke Frau zu bleiben scheiterte in stillen Momenten. Dann waren die nächtlichen Heulkrämpfe ihre einzige Befreiung. Nie hätte sich die zweifache Mutter vor Corona je träumen lassen, die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren. Umso größer war auch die Scham. Sie musste sich eingestehen, dass es ohne externe Hilfe nicht mehr weiter ginge. Als letzten Ausweg suchte sie schließlich die Caritas Sozialberatung auf.

Sabine und ihre zwei Kinder haben von der Caritas natürlich sofort Nothilfe erhalten. Sie werden mit einem Mietkostenzuschuss unterstützt und erhalten Essens- und Lebensmittelgutscheine. Was wäre wohl ohne diese Hilfe passiert? Daran möchte Sabine gar nicht denken!

 

Meine Sicht:

Petra Frank, Caritas Sozialberaterin: „Täglich brauchen mehr Burgenländer in Not Soforthilfe, weil das Geld für Lebensmittel nicht mehr reicht. Die nächsten Monate werden für viele burgenländischen Familien sehr, sehr hart.“

Gerade jetzt im Lockdown sind die Caritas SozialberaterInnen für Menschen in akuter Not da:

www.caritas-burgenland.at/hilfe-angebote/beratung-hilfe/finanzielle-hilfe-beratung

Menschen wie Sabine und ihre zwei Kinder dürfen wir nicht im Stich lassen. Gemeinsam können wir Menschen in Not im Burgenland helfen! Spenden Sie jetzt 40 Euro für ein volles Einkaufswagerl für eine Familie in Not.

Spenden Sie ein Einkaufswagerl