STAR*K Projekt gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

16.12.20 / 13:20

Gewalt gegen Frauen und Mädchen in unserer vernetzten und globalen Welt führt zu katastrophalen sozialen Folgen und Menschenrechtsverletzungen. Die Diskriminierung des relativ hohen gesellschaftlichen Anteils an Frauen, die von Gewalt betroffen sind, führt zu Demotivation, Chancenungleichheit, sozialer Segregation und hat sehr oft schwerwiegende psychische Krankheiten zur Folge. 

Formen der Gewalt

Die Gewalt manifestiert sich in körperlichen, sexuellen und psychologischen Formen und kommt in allen Schichten und Gesellschaftsgruppen, unabhängig von Bildung, Einkommen und Herkunft vor. Einschließlich zeigt es sich in folgenden Formen:

  • Gewalt seitens des Partners (physische und psychische Gewalt, Vergewaltigung in der Ehe, Ermordung von Frauen; sexueller Zwang);
  • sexuelle Gewalt und Belästigung (Vergewaltigung, Belästigung auf der Straße und im Job, Cyber-Verfolgung);
  • Zwangs-und Kinderheirat;
  • sexueller Missbrauch von minderjährigen Mädchen;
  • Frauenhandel und Zwangsprostitution (Sklaverei, sexuelle Ausbeutung);
  • Verstümmelnden Operationen an den weiblichen Genitalien.

Besonders gefährdete Gruppen in diesem Kontext sind beispielsweise junge Mädchen und ältere Frauen, LSBTIQ-Communities, Migranten und Flüchtlinge, indigene und ethnische Minderheiten vertretende Frauen, Frauen und Mädchen mit HIV oder Behinderungen und alle Frauen in Zeiten der Zeiten humanitären Krisen .

Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen (Die Istanbul - Konvention, 2011) definiert Geschlechtsspezifische Druck auf Frauen als Gewalt, die gegen eine Frau gerichtet ist, weil sie einfach eine Frau ist. Das ist ein großes Problem, dass in jeder Gesellschaft offen oder verschleiert und in verschiedenen Formen zu finden ist. Grund dafür ist Ausübung von Macht und Kontrolle, die mit einer Vorstellung der traditionellen männlicher Dominanz zusammenhängt. 

Caritas Projekt „Mach dich STAR*K“ 

Caritas Organisationen in Wien, Niederösterreich und Burgenland (NGOs) engagieren sich für das Projekt „Mach dich STAR*K“ gegen Gewalt an Frauen um ein besseres Verständnis von der rechtlichen und sozialen Stellung der Frau in der Gesellschaft zu entwickeln. Das Bewusstsein und Verhalten der jungen Bürger nach modernen Gender Diskurs upzudaten und die vorherrschenden traditionellen Geschlechterstereotypen abzubauen. 

Das Projekt STAR*K möchte jungen Frauen und Männern (15 bis 25 Jahre) die Möglichkeit bieten, sich gegen Gewalt an Frauen in Bezug auf familiär, traditionell oder gesellschaftlich (auch im Bereich Neue Medien) geprägte Haltungen und Machtstrukturen, zu engagieren und ermächtigt sie, entschieden dagegen aufzutreten. Im Rahmen von Ausbildungsworkshops lernen sie, verschiedene Gewaltformen zu erkennen und Handlungsmöglichkeiten dagegen zu entwickeln.

 

Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres und mit dem Land Burgenland umgesetzt.