Kinder in Not-Sammlung

Schulkinder stehen im Kreis um einen Stuhl herum. © Dieses Bild wurde wegen Anonymisierung mit KI generiert

Kleine Herzen. Große Sorgen.

Weltweit wachsen derzeit über 473 Millionen Kinder inmitten von Krieg, Gewalt und Zerstörung auf. Sie verlieren oft ihr Zuhause, geliebte Menschen, ihre Kindheit – und damit die Chance auf eine sichere und gute Zukunft. Denn Krieg, Gewalt und Vertreibung führen häufig zu einem Leben in Armut. Auch wenn der Krieg geht: Die Armut bleibt.

473 Mio.

Kinder weltweit

leben in Gebieten, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind (Stand 2025).

>900 Mio.

Kinder weltweit

leben in multidimensionaler Armut – es fehlt ihnen Grundlegendes wie Essen, Gesundheit, Bildung, Wasser oder ein Zuhause.

über 70%

der Bevölkerung

im Südsudan können nicht lesen und schreiben. Das ist die höchste

Analphabetenrate der Welt.

Gib deinem Zehner Mehrwert!

Für ein Kind in Not kann dieser Betrag viel bewirken: Bis zu vier warme Mahlzeiten, zwei Monate Zugang zu Bildung oder einen sicheren Ort, an dem es einfach Kind sein darf.

So hilft die Caritas Kindern in Kriegs- und Krisensituationen

Wir nehmen nicht hin, dass Kinder in Armut leben. Darum unterstützen wir Kinder und ihre Familien in Krisengebieten auf allen Ebenen, um den Kreislauf der Armut zu durchbrechen. Weil jedes Kind die Chance auf eine gute Zukunft verdient. 2024 haben wir als Caritas Österreich mit unseren Programmen für Kinder und Jugendliche 102.698 Menschen erreicht. Und unsere Hilfe geht weiter!

Durch Lebensmittelpakete, warme Mahlzeiten, Bargeldhilfen für die Eltern, Flüchtlingsunterkünfte, Heizmaterial, Verteilung von warmer Kleidung und Bettwäsche. Wir unterstützen außerdem mit Hygieneprodukten (wie zum Beispiel Windeln für Kleinkinder) und sauberem Trinkwasser.

Wir führen Notevakuierungen durch, veranstalten Sommercamps, betreuen Kinder psychosozial und schenken ein Stück Unbeschwertheit in sogenannten Child Friendly Spaces und Kinderzentren.

Die Caritas hilft Kindern trotz Krisen und Krieg am Bildungssystem teilzunehmen, etwa mit Schulmaterial, Laptops und Tablets für Online-Schooling, Sprachkursen und Schulmahlzeiten. Außerdem stellen wir Kindern in Regionen, wo Schulen geschlossen sind, Zugang zu sozialen und nicht-formalen Bildungsdiensten zur Verfügung. 

Wir sorgen dafür, dass auch Kinder vulnerabler Gruppen etwa Kinder mit Behinderungen in unseren Betreuungen oder Bildungsangeboten teilnehmen können. In Krisengebieten stellen wir etwa den Transport zur Verfügung, wir setzen geschulte Mitarbeiter*innen ein, bieten Training und Awareness für Lehrer*innen und Eltern an und berücksichtigen bei allen Schulen, die wir in Kriegs- und Krisengebieten wiederaufbauen, barrierefreie Zugänge. 

Wir schauen, dass Kinder aus schwierigen sozialen Verhältnissen, Kinder mit Behinderungen, Alleinerzieher*innen oder Waisenkinder gut umsorgt werden. Wir vermitteln Pflegefamilien, veranstalten Kreativkurse, psychologische und physiotherapeutische Unterstützung, Kinderbetreuung und individuelle Familienhilfe. Dazu gehört auch, Familien zu entlasten, zu stärken und zu unterstützen – bevor sie zerbrechen.

Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen setzen wir uns dafür ein, die Rechte der Kinder im öffentlichen Diskurs und in der Gesetzgebung zu stärken. Wir machen auch die Kinder selbst im Rahmen unserer Projekte auf ihre Rechte aufmerksam und unterstützen sie dabei, diese einzufordern. Außerdem stärken wir unsere Partner bei ihrem Einsatz für Reformen und gesellschaftliche Veränderungen, die den Zugang zu Bildung und Schutz für Kinder verbessern. Hierzu gehören Maßnahmen gegen Kinderarmut, für gleiche Bildungschancen und der Ausbau von Schutzmaßnahmen.

Der stille Hilferuf aus dem Sudan und dem Südsudan

Seit Beginn der Kämpfe im April 2023 zwischen der sudanesischen Armee und den Rapid Support Forces (RSF) wurden über 11,8 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen. Rund 860.000 Menschen sind davon aus dem Sudan in den benachbarten Südsudan geflohen, wobei etwa 70% der Vertriebenen Kinder sind.

Vor Ort betreiben wir als Caritas gemeinsam mit unserer Partnerorganisation, der Bishop Gassis Relief and Rescue Foundation (BGRRF), mehrere Schulen. Derzeit unterstützen wir mehr als 6.730 Schüler*innen. Dabei ermöglichen wir nicht nur den Zugang zu Bildung – die Kinder erhalten täglich auch eine warme Mahlzeit und werden von qualifizierten Lehrkräften gefördert. Zudem unterstützen wir Mädchen gezielt in sogenannten Mädchenclubs und setzen uns aktiv gegen Geschlechterdiskriminierung ein. Dies ist besonders wichtig, da 75% der Frauen im Südsudan keinen Zugang zu Bildung haben und weder lesen noch schreiben können. Und das Wichtigste: Die Kinder finden in den Schulen eine sichere Lernumgebung und eine Chance auf eine besser Zukunft!

Aufgrund der Kämpfe im Sudan haben wir außerdem aktuell 2.000 Flüchtlingskinder aufgenommen. Zusätzlich leisten wir Nothilfe, indem wir vor Ort überlebenswichtige Nahrungsmittel verteilen. Die Ernährungslage im Südsudan bleibt jedoch äußerst kritisch, und auch das Gebiet Twic County steht vor einer Hungerkatastrophe. Bereits jetzt herrscht dort eine Hungersnot, gekennzeichnet durch extreme Lebensmittelknappheit und hohe Sterblichkeitsraten aufgrund von Hunger.

Wir gehören zu den wenigen Organisationen, die trotz der schwierigen Bedingungen weiterhin vor Ort helfen.

Kind mit Mütze und roten Handschuhen wischt sich weinend die Augen ab
Kinder in Not

Sicherheit & Bildung für Kinder

Kontakt

Mag.a Alexandra Kern

Bereichsleitung Bildung & Engagement