Endlich frei durch das Projekt "zuhause ankommen"

Menschen, die sich plötzlich von Wohnungs- und Obdachlosigkeit bedroht sehen, sind auf rasche Hilfe angewiesen. Mit dem aus den USA stammenden "Housing-First"-Prinzip wird dafür gesorgt, dass Betroffenen rasch ein neues und dauerhaftes Zuhause zur Verfügung gestellt wird. Durch das Projekt "zuhause ankommen" konnte so schon vielen Familien geholfen werden.

Vergangenen Donnerstagnachmittag wurde die berührende Geschichte von Frau Buchegger auf Radio FM4 ausgesendet. Frau Bucheggers Alltag war noch vor wenigen Wochen von finanzieller Abhängigkeit, ständigem Streit, Aggressionen und Kontrolle geprägt. Gemeinsam mit ihrem 6-jährigen Sohn sah sie sich gezwungen, die toxische Beziehung zu ihrem Mann aufzulösen und flüchtete innerhalb weniger Tage aus der gemeinsamen Wohnung.

"Es gibt immer einen Weg!"

Nach dem Schicksalsschlag war Frau Buchegger auf rasche Unterstützung und Soforthilfe angewiesen. "Die ersten zwei bis drei Nächte habe ich mit meinem Sohn im Auto übernachtet", erzählt sie und erinnert sich auch an den Moment, als ihr plötzlich der Schlüssel zur eigenen Wohnung ausgehändigt wurde: "Ich konnte das nicht glauben!", so die überglückliche Mutter. Durch die Hilfe der Caritas Sozialarbeiter*innen kann sie seither ihr Leben wieder in die richtigen Bahnen lenken: „Ich habe lange mit gebeugtem Kopf gelebt, wurde beschimpft und herumkommandiert. Das ist jetzt anders. Wir sind endlich frei.“

Mehr zum Projekt "zuhause ankommen"

Das Pilotprojekt „zuhause ankommen“ wird mit 2,6 Millionen Euro unterstützt. Koordiniert wird es von der BAWO gemeinsam mit uns, der Caritas, sowie Volkshilfe und Diakonie, in fünf Bundesländern. Ziel ist es, armutsbetroffenen Personen rasch und nachhaltig einen Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Beim einmaligen Finanzierungsbeitrag wird den Menschen unter die Arme gegriffen. Weiters gibt es Zuschüsse bei Übersiedelungen und den Mietzinsrückständen. So können bereits im ersten Schritt nach dem "Housing First"-Prinzip Existenzängste genommen werden. Begleitet werden die Menschen in dieser schwierigen Lebensphase von den Caritas Sozialarbeiter*innen.

Das Projekt "zuhause ankommen", eine Inititative der BAWO, finanziert vom Österreichischen Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.

Symbolbild einer armutsbetroffenen Mutter mit ihrem kleinen Kind am Schoß
Menschen in Not im Burgenland

Unterstützung für BurgenländerInnen